Erklärung
Da samma also beim „“Grant““ – des is so a typisch bayerisches Dauerthema. Da Grant schleicht si nimma unauffällig ein, sondern hockt glei fett im Raum: Ob der Bus scho wieda z’spät kimmt, ob die Brezn z’hart is oder ob da Nachbar in da Früh scho wieder sei Rasenmäher anwirft – zack, da Grant is do. Und jeder kennt des Gefühl: Man is einfach gscheit gschert, ohne dass an exakten Grund brauchd. A bissl so wie a stiller Begleiter vom echten Bayern-Alltag.
Bedeutung
Deutsch: Schlechte Laune, Gereiztheit, eine mürrische Grundhaltung.
Englisch: Bad mood, grumpiness, ill humor.
Aussprache
IPA: [ɡʁant]
Umschrift:Grant
Herkunft / Kulturhintergrund
Das Wort „“Grant““ stammt aus dem Bairischen und ist dort seit Jahrhunderten im Umlauf. Es hat sich als feste Charakterbeschreibung etabliert und ist fast schon ein Markenzeichen der Bayern: Wer hier lebt, weiß, dass a gscheiter Tag ohne Grant quasi ned existiert. In Wien übrigens gibt’s des Wort aa, do sogt ma gern „“Grantln““ – da san sich Bayern und Wiener also fast schon seelenverwandt.
Typische Verwendung (Beispiele)
„Heid hob i an riesn Grant, weil mei Kaffeemaschin gstreikt hod.“
(Hochdeutsch: „Heute habe ich schlechte Laune, weil meine Kaffeemaschine gestreikt hat.“)
„Lass mi in Rua, i bin im Grant!“
(Hochdeutsch: „Lass mich in Ruhe, ich habe schlechte Laune!“)
Grantler-Kommentar
Ja mei, ohne Grant wär Bayern ungefähr so spannend wia a Weißwurscht ohne Senf – fad und unvollständig. Da Grant is koa Fehler, sondern a Lebenseinstellung: Mei, lieber gscheid grantig sei, als dauernd künstlich fesch gelaunt, oder? Und bevor jetzt irgendwer ausm Norden kommt und sogt: „“Warum seids ihr immer so grantig?““ – naja, vielleicht weil bei uns die Ehrlichkeit no wos gilt. Also, gfrei di, wennst am Bayern im Grant begegnst, dann woaßt: er is grad einfach nur ois ganz normal.
Verwandte Wörter
grantig (schlecht gelaunt, mürrisch)
granteln (schimpfen, nörgeln)
Brunzkad (Nörgler, Muffel)
Stinkstiefel

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