Mei, da fangt’s glei scho o: I schau zum Fenster naus, da rennt a Deppal mit weißblauer Mützn und beißt direkt in de Weißwurst, als war’s a Leberkäs-Semmel. Jessas, da könnt i schrei’n! Weißwurscht is koa Fast-Food!
Weißwurst, des Herz vom boarischen Frühstück
So, pack ma’s an. Die Weißwurst is a Klassiker, seit Jahrhunderten im Münchner Raum daheim und längst in ganze Bayern verbreitet. Normal gibt’s de in der Früh, mit frischem Brezn, a gscheit’m süßen Senf und a Weißbier. Basta. Wer sie nach 12 Uhr serviert, der outet sich ois Gschaftlhuber oder Schmarrn-Verzapfer – weu die Würscht damals ohne Kühlung hoid nimma frisch warn.
Zuzeln oder schneiden? – Die alte Glaubensfrage
Jetzt pass auf: Es gibt grundsätzlich zwoa Arten, wie ma a Weißwurst isst. Des eine is des klassische „Zuzeln“. Des heißt, ma zuzelt des Brät aus der Haut, direkt in Mund nei. Klingt ned elegant, schaut a weng deppert aus, aber is halt Kultur. Vor allem in München, wo’s traditionell herkimmt.
Die andre Variante is: Messer und Gabel her, Wurst der Länge nach aufritzn, Brät rauszupfen, Huat beiseite. Des darfst gern in aller Öffentlichkeit macha, schaut a weng braver aus. Aber wichtig: NIEMALS die Haut mitessen! Des is beim Weißwurst-Essen ungefähr so fauxpas wie Ketchup zum Schweinsbraten.
🥨 Grantler-Kastl:
- Was Sache ist: Weißwurst gehört ohne Haut, mit süßem Senf und Brezn – basta.
- Wos ma ned braucht: Messer-und-Gabel-Chichi mit Servietten wie im 5-Sterne-Restaurant oder gar Ketchup!
- Brotzeit-Fazit: Leb’s einfach – raus mit’m Brät und rein in’n Mund.
Ketchup? Ganz a Wahnsinn!
Jetzt no zum größten Verbrechen: Leut, die Ketchup zur Weißwurst nehmen. Ganz ehrlich: Do dreht sich da Magen vom Ludwig II. im Grab um. So a Schand! Weißwurst und Ketchup, des is ungefähr so passend wie Weißbier mit Cola. Wer sowas bringt, der is im Grunde selber schuld, wenn er an bayerischen Stammtisch nimma ernst gnommen werd.
Es gibt genau einen passenden Begleiter: süßer Senf. Gerne handgmacht, ned die billigste Tube ausm Supermarkt. Scharf’n Senf kann man schon a mol ausprobiern, aber süß is halt die Norm. Punkt.
Alltagstipps vom Woid-Grantler
Stell dir vor, es is Sonntag, die Kirchenglocken läuten, und du hockst beim Wirt im Biergarten. Vor dir a frische Brezn, dazu an halben Obazdn und eben a Portion Weißwürscht. Dann samma ehrlich: Wer do mit’m Zuzeln a bissl kleckert, is mitten im Leben. Wer owi mit’m Messer und Gabel z’viel Theater macht, schaut eher so aus, als müss ma hinterher no a Bedienungsanleitung ausdrucken. Hauptsach: gmiatlich, ehrlich und ohne Schmarrn.
Fazit vom Grantler
Iss dei Weißwurst so, wia’s da taugt: entweder mit gscheitem Zuzeln oder aufgschnitten – aber bitte, bitte, lasst’s den Ketchup im Schrank. Sonst kumm i persönlich vorbei und schreib „Wurst-Vergehen“ ins Sündenregister vom Dorf. Oiso: Bleibt’s gmiatlich und miaßts ned alles verkompliziern.
Und wenn da Nachbar scho wieda schlaumeiern will, dass ma Weißwürscht auch kalt essen kann, dann sogst einfach grantig: „Jo, kannst scho macha – aber dann bist halt a Trottal!“

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